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04.08.2015 10:43 Alter: 2 yrs

Tiroler GründerInnen-Wettbewerb adventure X: CAST Team HeaRT gewinnt Platz 1


02.07.2015 - Das CAST Team HeaRT rund um Johannes Holfeld gewinnt den ersten Platz beim GründerInnen Wettbewerb adventure X. Platz zwei ging an CAST Award Gewinner Peter Schwendinger mit dem Projekt PreCup. CAST Team MyProCure schaffte es unter die besten 10. 

Foto (c): Standortagentur Tirol v.l.n.r Philipp Hangartner (i3 Gardens), Patrizia Zoller-Frischauf, Peter Schwendinger (PreCup) und Johannes Holfeld (HeaRT)

Das CAST-Team HeaRT aus der Universitätsklink für Herzchirurgie Innsbruck setzt sich beim GründerInnen-Wettbewerb adventure X als Sieger durch. Die von ihnen entwickelten Therapiemethoden steigern die Lebenserwartung von PatientInnen nach einem Herzinfarkt erheblich.

Jährlich erleiden zwei Millionen Menschen in der EU einen Herzinfarkt, zwei Drittel davon überleben, müssen jedoch den Rest ihres Lebens mit Spätfolgen kämpfen: Durch die Schädigung des Herzmuskels verringert sich die Auswurfleistung der linken Herzkammer.

Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit der überlebenden Patienten drastisch, eingeschränkte Lebensqualität und Arbeitsunfähigkeit sind häufige Folgen. Ärzten der Innsbrucker Univ.- Klinik für Herzchirurgie um  Johannes Holfeld gelang es, die molekularen Mechanismen, die dem regenerativen Effekt von Stoßwellen zugrunde liegen, zu entschlüsseln.

„Unsere Forschungsgruppe arbeitet seit mehreren Jahren daran, die niedrig-energetische, regenerative Stoßwellentherapie zur Anwendung direkt am Herzen als Ergänzung zu einer Herz-Bypass-Operation einzusetzen. Da bei dieser Technologie körpereigene Stammzellen zum Behandlungsort angelockt werden, fehlen dieser Methode sämtliche Nebenwirkungen, die mit der in der Fachwelt derzeit propagierten Stammzellentherapie ‚von außen‘ verbunden sind. Derart vermindern wir die Spätfolgen eines Herzinfarktes, verbessern die Auswurfleistung des Herzens signifikant und ermöglichen den Betroffenen ein weitgehend ‚normales‘ Leben nach dem Herzinfarkt“, erklärt Holfeld. Aufbauend auf dieser international ausgezeichneten Forschungsarbeit entwickelt Holfeld mit seinem Team ein Medizingerät zur intraoperativen Stoßwellentherapie.

Platz 2 für CAST Award Sieger PreCup

Der künstliche Ersatz des Hüftgelenks geht mit Knochenverlust einher. Muss die Prothese ausgetauscht werden, so reduziert sich der Knochen erneut. Dies kann vor allem bei jüngeren Patienten, bei denen mit großer Sicherheit Folgeoperationen durchgeführt werden müssen, enorme Ausmaße erreichen. Unter dem Teamnamen „Precup“ entwickelte Peter Schwendinger ein eigenes Verfahren und Instrumente, mit dem die Hüftpfanne unter Verwendung von Eigenknochen aufgefüllt und der Knochenverlust reduziert werden kann. Peter Schwendiger ist auch Gewinner des CAST Award, entwickelte PreCup in Zusammenarbeit mit dem Institut der Experimentellen Orthopädie an der Medizinischen Universität Innsbruck, und war Teilnehmer bei der CAST Winterschool.

Weiteres CAST Team unter den Top 10

Das CAST-Team MyProCure unter der Leitung von Agnes Grünerbl schaffte es aus 79 Teams unter die Top 10. MyProCure ist eine mobile Plattform, die Menschen mit Depressionen oder Bipolarer Störung (Manisch-Depressiver Störung) rund um die Uhr begleiten kann. Die so ermittelten Informationen ermöglichen es Arzt und Patienten, jenen Zeitpunkt zu erkennen, wann der Patient beginnt von einer Phase in eine andere zu wechseln. Dadurch können schwere Auswirkungen (Absturz in eine schwere Depression oder Manie) verhindert werden, Ärzten und Therapeuten wird die Behandlung erleichtert, den Patienten wird ermöglicht, ihr Leben sorgenfreier zu leben, und im Gesundheitswesen kann Geld gespart werden.

Die vollständige Presseausendung unter weitere Information finden Sie hier.

Text © Standortagentur Tirol bearbeitet von CAST