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05.11.2014 12:22 Alter: 3 yrs

CAST technology award 2014: Gesucht und gefunden. Die zündendsten Ideen Tirols!


4.11.2014 – CAST und Kooperationspartner transidee suchten nach zündenden und innovativen Geschäftsideen an den Tiroler Universitäten und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen und fanden diese auch! Am 4. November 2014 wurden die fünf Forschungsergebnisse mit dem größten Marktpotenzial in der Zentrale der Hypo Tirol ausgezeichnet.

Bild: (c) CAST/Emanuel Kaser: Gruppenfoto der Siegerinnen und Sieger des CAST technology award 2014

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Bewertet wurden die Einreichungen von einer Jury bestehend aus Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fachbereichen. Die Kriterien Marktpotenzial, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit mussten von den teilnehmenden Projekten erfüllt werden.

Mit Geldpreisen in Gesamthöhe von 6.300 Euro wurden jene Projekte prämiert, denen die besten Chancen auf wirtschaftliche Umsetzung eingeräumt werden.

„Auch in diesem Jahr haben wir wieder viele spannende Einreichungen aus dem breiten Wissensspektrum der Tiroler Hochschulen bekommen“, erzählt Florian Becke, Geschäftsführer des CAST Gründungszentrums. „Bei der Auswahl der Siegerprojekte haben wir uns vor allem auf den Verwertungsaspekt konzentriert. Die Teilnehmer müssen sich die Frage stellen, wie sie ihre Forschung in die Praxis umsetzten können und das müssen sie auch beschreiben können“, erklärt Günther Scheide, Projektentwickler bei transidee, die Juryentscheidung.

Neben den Plätzen 1 bis 3 wurden von der Jury zwei 4. Plätze vergeben. Unter den PreisträgerInnen waren in diesem Jahr vier Teams der Leopold-Franzens-Universität und ein Team des MCI - Management Center Innsbruck.

Platz 1 - 3.000 Euro Preisgeld

Den ersten Platz belegten Prof. Dr.-Ing. Jürgen Feix und Dr. techn. Mario Hansl vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck. Sie entwickeln eine direkt befahrbare Aufbetonschicht (DBT-Aufbeton), die mit einer oberflächennahen textilen Bewehrung aus Carbonfasern versehen wird. Diese Schicht kann als Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahme auf bestehende Straßenbrücken aufgetragen werden. Die Preisträger betonen, dass die für den Straßenverkehr relevanten Brücken in Österreich ein Alter zwischen 30 und 50 Jahren haben, zudem steigt die Nutzung der Straßen durch den LKW-Verkehr stetig an. Der DBT-Aufbeton stellt eine Lösung für die kosteneffiziente, ressourcenschonende und dauerhafte Sanierung von Brücken dar, um den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen des Straßenverkehrs gerecht zu werden.

Platz 2 - 1.500 Euro Preisgeld

Der zweite Platz ging an Dipl.-Ing (FH) Thomas Obholzer und Ing. Ronald Stärz, BSc. Das Team vom MCI (Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik und Mechatronik - Maschinenbau) entwickelte nivosus, ein System zur Nachrüstung von herkömmlichen Schneekanonen, welches „Champagne-Powder“ – einen extrem trockenen Schnee – für die heimischen Pisten verspricht. Zudem kann die Neuentwicklung die Produktion von größeren Schneemengen bei gleichem Wasserverbrauch, länger haltbaren Schnee und die Erzeugung von Schnee bei höheren Temperaturen, als dies bisher möglich war, gewährleisten.

Platz 3 - 800 Euro Preisgeld

Den dritten Platz belegte eine innovative Hochtemperatur-Reaktionszelle. Die von Mag.a Eva-Maria Köck im Rahmen ihrer Dissertation am Institut für physikalische Chemie der Universität Innsbruck entwickelte Zelle, ermöglicht es chemische Reaktionen unter sehr hohen Temperaturbedingungen (bis zu 1000°C) ablaufen zu lassen und gleichzeitig eine Infrarotspektroskopie durchzuführen. Die Infrarotspektroskopie kommt vor allem bei der Charakterisierung von Oberflächenrektionen zum Einsatz, wie sie beispielsweise bei der Erforschung der Brennstoffzelle von Bedeutung sind.

Platz 4 – 500 Euro Preisgeld

Antonio J. Roa-Valverde, Semantic Technology Institute (STI) Innsbruck, hat mit elearnity eine außergewöhnliche Lernplattform entwickelt. Elearnity ermöglicht den Lehrenden, den Lernfortschritt und die Aktivitäten der Studenten aktiv mit zu verfolgen. Das Unterrichtsprogramm kann so den Bedürfnissen der Klasse oder auch einzelnen Personen angepasst werden, so sollen Motivation und Lernoutput erhöht werden.

Platz 4 – 500 Euro Preisgeld

Den zweiten 4. Platz belegten Carolin Schobloch, BSc und Desirée Artmann, MSc, Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck, mit dem Projekt  MetaFiltREX. MetaFiltREX ist eine Analysemethode zur Erfassung von Stoffwechselprodukten von filamentösen Pilzen (Schimmelpilzen). Diese Methode stellt einen Beitrag zur standardisierten Probenbearbeitung von filamentösen Pilzen dar und greift die Nachfrage nach einer experimentellen Standardisierung von Untersuchungen zur besseren Vergleichbarkeit auf. Neben dem Vorteil der Standardisierung von Proben soll MetaFiltREX dazu beitragen biotechnologische Produktionsprozesse, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Antibiotika, in der Lebensmittelindustrie oder in der Abwasserwirtschaft zum Einsatz kommen, besser zu verstehen und zu optimieren.

Auf dem Weg zum Unternehmen

Die eigenen Forschungsergebnisse beim CAST technology award auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen zu lassen und zu erfahren, ob die eigene Forschung auch Marktpotenzial hat, ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung wirtschaftlicher Verwertung und Umsetzung einer Geschäftsidee.

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CAST technology award 2014 – ungeachtet dessen, ob sie prämiert wurden oder nicht – besteht im nächsten Schritt die Möglichkeit, kostenlose (!) Beratung und aktive Unterstützung beim CAST Gründungszentrum zu bekommen. Nicht nur, wenn es um die Gründung eines Unternehmens geht, auch im Hinblick auf den Schutz der eigenen Idee stehen die Expertinnen und Experten des CAST mit persönlicher Beratung und Coaching zur Verfügung.

Für alle, die ihre Forschungsergebnisse einen Schritt weiter in die Umsetzung bringen möchten, besteht ab 19. März 2015 die Möglichkeit, am GründerInnen-Wettbewerb adventure X von der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer teilzunehmen. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Geschäftsideen gemeinsam mit ExpertInnen und erfahrenen Coaches zu tragfähigen Geschäftsmodellen weiterentwickelt. Mehr Infos unter: www.gruenden-in-tirol.at

Über den CAST technology award

Mit dem CAST technology award sucht das CAST gemeinsam mit dem Kooperationspartner transidee in regelmäßigen Abständen Geschäftsideen zur wirtschaftlichen Verwertung von Entwicklungen, Erfindungen und Forschungsergebnissen aus allen Technologiebereichen. Teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Tiroler Universitäten und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Prämiert werden jene Ideen mit der besten Chance auf erfolgreiche, wirtschaftliche Umsetzung.