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14.11.2016 15:12 Alter: 275 days

Innovative Methode zur Früherkennung von Darmkrebs gewinnt CAST technology award 2016


14.11.2016 – Im Rahmen des CAST technology award 2016 – in Kooperation mit dem WTZ-West und dem aws – Austria Wirtschaftsservice – hat das CAST einmal mehr Forschungsprojekte aus den Tiroler Hochschulen mit hohem Marktpotenzial ausgezeichnet. Mit 22 Einreichungen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen verzeichnete der Award in diesem Jahr ein Rekordhoch. Die Top 6 Projekte wurden gestern in der Zentrale der Hypo Tirol Bank ausgezeichnet. Den Sieg holten sich Prof. Dr. Paul Debbage und Dr. Gudrun Thurner von der Medizinischen Universität Innsbruck mit einer innovativen Methode zur Früherkennung von Darmkrebs.

Bild: (c) CAST/David Herzig:
1. Reihe vlnr: Marcus Hofer (CAST), Christine Bandtlow (MUI), Gudrun Thurner & Paul Debbage (Preisträger), Soren Charareh (aws); 2. Reihe vlnr: Landtagsabgeorneter Martin Wex, Markus Müller (Hypo Tirol Bank)

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Die Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fachbereichen, bewertete die Projekte nach den Kriterien Marktpotenzial, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit. Schlussendlich durften sich sechs Projekte das Preisgeld in Höhe von 6.200 Euro teilen. Die Jury räumte ihnen die besten Chancen auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Umsetzung ein. Das sind die Siegerprojekte:

Platz 1: 3.000 Euro Preisgeld

Den ersten Platz und Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro eroberten Univ.-Prof. Dr. Paul Debbage und Dr. Gudrun Thurner. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit am Institut für Anatomie, Histologie und Embryologie der Medizinischen Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, und der Klinik für Strahlentherapie-Radioonkologie, arbeitet das Team an einer neuen Methode zur Früherkennung von Darmkrebs, welche die derzeit genutzte endoskopische Untersuchung effektiver macht.

Platz 2: 1.500 Euro Preisgeld

Den zweiten Platz – dotiert mit 1.500 Euro – sicherten sich Elias Kärle und Univ.-Prof. Dr. Dieter Fensel. Am Semantic Technology Institute der Universität Innsbruck arbeiten sie im Rahmen ihrer Forschung daran, Anbietern von Produkten und Dienstleistungen einen automatisierten Onlinevertrieb ohne dedizierter Zusatzsoftware oder spezieller Schnittstellen – rein über Open Data – zu ermöglichen.

Platz 3: 800 Euro Preisgeld

Den dritten Platz und die damit verbundenen 800 Euro holten sich Lucas Petschnig, Dr. Gerda Fuhrmann und Univ.-Prof. Dr. Hubert Huppertz vom Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Universität Innsbruck. Sie entwickeln ein „cooles Grün“. Ein Infrarot reflektierendes, individuell einstellbares Grünpigment mit hervorragenden Farbeigenschaften, hoher chemischer und thermischer Stabilität. Im Gegensatz zu den derzeit verwendeten Grünpigmenten (>50.000 t/Jahr), ist dieses Material frei von toxischen bzw. umweltschädlichen Elementen. 

Platz 4: jeweils 300 Euro Preisgeld

Die hohe Zahl an hochspannenden Einreichungen mit großem Potenzial war derart überwältigend, dass sich die Jury dazu entschied, gleich drei vierte Plätze zu vergeben. Über jeweils 300 Euro Preisgeld durften sich freuen:

Projekt VectorDetect: Bestimmung von Krankheitserregern an der von einem Insekt (Stechmücke, Zecke,…) hervorgerufenen Einstichstelle des Patienten. Assoz. Prof. PD Dr. Michael Traugott, Mag. Dr. Daniela Sint; Institut für Ökologie der Universität Innsbruck & Mag. Dr. Gernot Walder; Dr. Gernot Walder GmbH

Projekt Bioprinting: Konstruktion eines kleinen, erschwinglichen 3D Bioprinting Systems. Assoz. Prof. PD Mag. Dr. Michael J. Ausserlechner; Department Pädiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck

Projekt OBSIDIAN: Software und Messgerät zur Erhebung von schlammspezifischen Betriebsparametern von Kläranlagen. Benjamin Bachmann MSc, David Huber BSc, Mag. Dr. Thomas Pümpel; Institut für Mikrobiologie, Universität Innsbruck

„Die Rekordzahl von 22 Einreichungen beim heurigen CAST technology award hat deutlich gezeigt, wie hoch die Dynamik an den Tiroler Hochschulen ist. Unsere Forscherinnen und Forscher sind zunehmend daran interessiert, ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in den Markt überzuführen“, betont Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

„Die enorme Bandbreite an Disziplinen, aus denen die eingereichten Projekte kommen, überrascht positiv. Von den Life Sciences, über Architektur, Informatik, Mechatronik bis hin zu den Geschichtswissenschaften ist alles mit dabei“, zeigt sich die Geschäftsführung der aws, DI Bernhard Sagmeister und Mag. Edeltraud Stiftinger, von der Vielfalt der Einreichungen beeindruckt.

„Im Hinblick auf die nächsten Schritte in Richtung Umsetzung freuen wir uns, den Projektteams mit einer Teilnahme an der CAST Winter School 2017 intensive Unterstützung bei der Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells anbieten zu können. Darüber hinaus steht den Teams am Weg auf den Markt das gesamte Leistungsspektrum des CAST samt seiner Netzwerkpartner kostenlos zur Verfügung“, betont Dr. Marcus Hofer, Geschäftsführer des CAST.

Der Weg in Richtung Umsetzung

Mit der Einreichung beim CAST technology award über die wirtschaftliche Verwertbarkeit der eigenen Forschungsergebnisse nachzudenken und eine Expertenmeinung darüber zu erhalten, ob die eigene Forschung auch Marktpotenzial hat, ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Markt.

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CAST technology award 2016 – ungeachtet dessen, ob sie prämiert wurden oder nicht – besteht über das CAST und seine Netzwerkpartner die Möglichkeit, kostenlose (!) Beratung und aktive Unterstützung bei den nächsten Schritten zu bekommen. Nicht nur, wenn es um die Gründung eines Unternehmens geht, auch im Hinblick auf den Schutz der eigenen Idee stehen die Expertinnen und Experten des CAST mit persönlicher Beratung und Coaching zur Verfügung.

Über den CAST technology award

Mit dem CAST technology award sucht das CAST in regelmäßigen Abständen Geschäftsideen zur wirtschaftlichen Verwertung von Entwicklungen, Erfindungen und Forschungsergebnissen aus allen Technologiebereichen. Teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Tiroler Universitäten und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Prämiert werden jene Ideen mit der besten Chance auf erfolgreiche, wirtschaftliche Umsetzung.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Wenko
T. 0664 104 3996 | wenko@cast-tyrol.com