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16.06.2016 19:29 Alter: 1 year

Startup Day: Innovative Gründungen voran treiben


17.06.2016 - 10 Überlebenstipps für frische CEOs. Umsatz mit einem Prototyp? Den Heimatmarkt verlassen? Sich als Start-up mit der Industrie zusammentun? Themen und Fragen, mit denen sich heute rund 200 Köpfe der heimischen Gründer-Community beim Startup Day 2016 in der Innsbrucker Villa Blanka beschäftigen. Veranstalter sind das CAST – Center for Academic Spin-offs Tyrol und die aws Austria Wirtschaftsservice GmbH.

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„Innovative Gründungen vorantreiben“, nennt CAST-Geschäftsführer Marcus Hofer das zentrale Ziel. „Wir liefern Know-how in Workshops, Breakout-Sessions zum Weiterentwickeln der Geschäftsidee, Austausch mit Gleichgesinnten und Mentoren sowie den Erfahrungsschatz von Jungunternehmen, die es schon geschafft haben.“

Tirol mit Top-Gründungsdynamik, Zoller-Frischauf fordert Beteiligungsfreibetrag für Investoren

Am Standort Tirol liegt die Anzahl der Unternehmensgründungen bei 2.694 Gründungen jährlich bzw. sieben Unternehmensgründungen täglich. Das entspricht im Jahr 2015 einem Zuwachs von 11,6 Prozent und dem zweitstärksten Plus im Bundesländer-Vergleich. „Tirol verfügt über ein dynamisch wachsendes Start-up Ökosystem, das wichtige Arbeitsplätze von morgen sichert“ sagt dazu die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Sie ortet einen klaren Standortvorteil aufgrund konsequenter Investitionen des Landes – zum Beispiel in die schlagkräftige Beratung während aller Gründungsphasen, in das Gründungszentrum CAST, die Tiroler Innovationsförderung oder die Arbeit des Investorennetzwerks Tirol. So konnte man verstärkt auch den privaten Sektor auf den Plan rufen, der die Szene weiter belebt. Die Tyrolean Business Angel GmbH oder die Werkstätte Wattens sind Beispiele dafür. Für die Zukunft fordert Zoller-Frischauf: „Mit weiterer Verwaltungsvereinfachung und zusätzlichem Bürokratieabbau können wir das Wertschöpfungspotenzial von Start-ups noch besser nutzen. Insbesondere der Beteiligungsfreibetrag für Investoren muss so schnell wie möglich kommen.“

aws: 300 Tiroler Start-ups sichern sich 30 Millionen Euro

„Wir sehen uns vor allem als Enabler“, erklärt die aws Geschäftsführung Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister. Durch die vielfältigen Instrumente der aws, insbesondere jedoch durch die effizienten Technologieprogramme aws PreSeed und aws Seedfinancing, können innovative Start-ups – beginnend bei der Idee über die Gründung zur Markteinführung – unterstützt werden. „Wir als aws konnten 2015 insgesamt rund € 30 Mio. an Finanzierungen für rund 300 Start-ups in Tirol leisten“, zeigt sich die aws Geschäftsführung erfreut und ergänzt: „Neben Kapital ist vor allem eine lebendige Start-up-Community wichtig. Gründerinnen und Gründer müssen sich austauschen und voneinander lernen können. Deshalb sind wir gerne Partner beim Start-up Day in Innsbruck.“

Startschuss für Erfolgsgeschichten

Austausch bei Formaten wie dem Startup Day kann den Durchbruch starten. Auch der Unternehmensgründung Sugarshape der Key Note Speakerin Sabrina Schönborn ging die Teilnahme an einem Start-up Weekend in Hamburg voraus. Nur vier Jahre nach der Gründung beschäftigt Schönborn mit ihrem Dessouslabel und Online-Unterwäscheshop heute zwanzig Mitarbeiter und ist stolz, den Umsatz von Sugarshape jedes Jahr zumindest zu verdoppeln. „Die Balance zwischen Mut und Realismus zu finden“, war eine der größten Herausforderungen Schönborns. Der Community empfiehlt Schönborn beim Startup Day: „Machen und seinen Instinkten trauen. Ein gutes Netzwerk von Experten bei operativen Entscheidungen ist aber auch unerlässlich.“

Kathrin Prantner von der E-SEC Information Security Solutions aus Innsbruck teilt beim Startup Day ihre Erfahrungen zum frühen Wachstum in den sogenannten „Experience Talks“: Noch als Start-up holte sie mit ihrem Team erfolgreich einen internationalen Investor an Bord. Auch Prantner gründete nach anfänglichem Austausch bei zahlreichen Gründerformaten effektiv. „Acht Millionen mal weltweit haben wir seither Mitarbeiter der unterschiedlichsten Unternehmen zu Informationssicherheit in Unternehmen anhand unserer E-Learning Software geschult. Zur Entwicklung innovativer Online-Wissensvermittlung beschäftigen wir heute laufend 10 hochqualifizierte Mitarbeiter“ unterstreicht Prantner das Potenzial von Start-ups.