Die Siegerteams und die innovativen Geschäftsideen
Der von der Tiroler Zukunftsstiftung und CAST – Center for Academic Spin-offs Tyrol initiierte Businessplanwettbewerb startete bereits im Jänner 2008. 106 Teams waren insgesamt am Start. Das Siegerteam, beim CAST Business Award bereits mit dem 3. Preis prämiert, überzeugte die Jury mit einer weltweit einzigartigen Methode, mit welcher man den Kopfteil einer Querflöte – der bisher nur durch Handarbeit angefertigt wird - mittels einer innovativen Fertigungstechnik exakt reproduzierbar herstellen kann. Das Team Ortner Kofler GmbH & Co KG hat eine innovative Methode zur Fassadengestaltung mit Holzschindeln entwickelt. Das CAST-Gründerteameam Yocomo entwickelt und vertreibt Mobile-Training-Frameworks. Dabei werden die (Lern-) Inhalte zu einer fertigen eLearning Trainingsanwendung verknüpft und auf Mobiltelefonen platziert.
Das Match auf einen Blick
Das Match hat bereits im Jänner begonnen und gliedert sich in drei Phasen. Über 50 Coaches haben die TeilnehmerInnen bei der Erstellung von detaillierten Businessplänen unterstützt. Dabei haben die angehenden JungunternehmerInnen die wirtschaftliche Umsetzung ihrer Geschäftsideen beschrieben. In Zusammenarbeit mit den Partnern Hypo Tirol Bank AG, PRISMA AG, dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG Austria GmbH sowie mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Tirol und des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ist der Businessplanwettbewerb adventure X einer der erfolgreichsten in Österreich. „Die Bandbreite der eingereichten Businesspläne lässt auch heuer keinen Zweifel daran, dass es in Tirol ein großes Potential an innovativen Geschäftsideen gibt. Besonders freut mich natürlich, dass wieder zahlreiche Ideen aus dem technischen und universitären Bereich dabei sind. Diese verdeutlichen wichtige Stärken unseres Wirtschaftsstandortes: hochwertige Forschungsstätten, die über Kompetenzzentren und in Clustern auch direkt an Unternehmen und Märkte anknüpfen,“ hebt Landesrat Mag. Hannes Bodner hervor.
Unterstützung auf dem Weg in die Selbständigkeit
Der Businessplanwettbewerb adventure X findet heuer bereits zum achten Mal statt. Die Ausarbeitung eines detaillierten Geschäftskonzeptes stellt ein wichtiges Grundgerüst auf dem Weg Richtung Selbständigkeit dar. Alle Teams erhalten in der zweiten und dritten Phase eine Expertise von einem Gutachterteam, welches Hilfestellung zur Weiterentwicklung gibt. Das ideale Geschäftskonzept enthält die Beschreibung des Produkts, das geplante Marketing, die benötigte Finanzierung sowie einen Umsetzungsfahrplan. Gerade diese Punkte müssen in der Realisierungsphase besonders beleuchtet werden. Zusätzliche Anreize für die Teams sind die Preisgelder in der Höhe von gesamt über 45.000,- Euro. „Mit adventure X können TeilnehmerInnen die Gründung des eigenen Unternehmens oder auch die Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes realistisch planen. Die Tiroler Zukunftsstiftung und das CAST betreuen die Teams natürlich auch noch bis zur Anfangsphase der Gründung weiter,“ erklärt Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Tiroler Zukunftsstiftung.
Die Sieger
1. Platz - JM - Flute Headjoints: Mag. Dr. Michael Jäger
Für die Messung der akustischen Eigenschaften von Querflötenköpfen wird eine weltweit einzigartige Methode verwendet. Dabei können Oberflächenvibrationen nicht nur von Querflötenköpfen sondern auch von allen anderen Musikinstrumentgruppen systematisch wie auch material- und produktionsabhängig vermessen und ausgeforscht werden. Nun ist es erstmals möglich, die bisher nur durch Handarbeit gefertigten Köpfe für Querflöten in beispielloser Präzision reproduzierbar herzustellen.
Die Folgekosten für die Entwicklung bestmöglich passender Kopfstücke, deren Anpassung und Vermarktung werden sich aufgrund der innovativen Fertigungstechnik deutlich reduzieren. So können nicht nur passende Einzelstücke mit höchster Güte, sondern auch Querflötenköpfe für Schülerquerflöten in Massenproduktion hergestellt werden.
2. Platz - Ortner/Kofler: Stefan Ortner
Die Firma Ortner Kofler GmbH & Co KG hat eine innovative Methode zur Fassadengestaltung mit Holzschindeln entwickelt.
Die Kundenvorteile des Systems bestehen im Wesentlichen aus der Zeit- und der daraus resultierenden Geldersparnis. Auch gewährleistet die verbesserte Montage eine dauerhafte Schindelfassade.
3. Platz - Yocomo: Mag. Gerhard Gassler
Yocomo entwickelt und vertreibt ein Mobile-Training-Framework, welches es Contentownern ermöglicht, ihre (Lern-) Inhalte zu einer fertigen eLearning Trainingsanwendung zu verknüpfen und auf Mobiltelefonen ihrer Endkonsumenten zu platzieren. Das Mobile-Training-Framework ermöglicht nachhaltiges, effizientes, intuitives und ortsunabhängiges Lernen.
Weitere Finalteilnehmer
Schwimmtimer: MMag. Birgit Schliernzauer
Die Geschäftsidee ist, den Tachometer für den Schwimmer zu
entwickeln und zu vertreiben. Der Schwimmtimer kann automatisch wichtige
Parameter des Trainings, wie z.B. Anzahl und Zeiten zurückgelegter Bahnen,
Geschwindigkeit oder Herzfrequenz aufzeichnen. Eine Idee mit CAST Potential.
BIO4GAS: Doz. Dr. Dipl.-Ing. Bernhard Wett
Das
Ziel des Unternehmens BIO4GAS - jüngster Zugang im CAST Gründungszenrum - ist die Vermarktung von technisch innovativen
Kleinbiogasanlagen. Der angestrebte Nutzen für BIO4GAS-Kunden lässt sich mit
„Energie aus Abfall und Reduktion der Energiekosten“ zusammenfassen. Die
patentierte BIO4GAS Technologie nützt zur Rührung den Überdruck des
produzierten Gases. Nach weitgehender Standardisierung in der Fertigung soll
ein marktfähiges Serienprodukt angeboten werden.
Weitere Informationen zu allen Finalteilnehmern und zum Wettbewerb finden sie hier.



