|
Gruppenbild mit Gewinnern - Dr. Ludwig Weiss (CAST), a.o. Univ.-Prof. Dr. Hubertus Haas (Institut f. Molekularbiologie), a.o. Univ.-Prof. Dr. Stephan Doering (Univ.-Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie), a.o. Univ.-Prof. Dr. Markus Nagl (Institut für Hygiene und Sozialmedizin), Mag. Christian Mathes (CAST) |
And the winner is...
|
Den ersten Preis beim CAST Life Sciences Business Award 2004 erzielte a.o. Univ.-Prof. Dr. Hubertus Haas vom Institut für Molekularbiologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Ziel der wissenschaftlichen Arbeiten von Haas ist es herauszufinden, wie humanpathogene Pilze Eisen-Ionen aufnehmen. Obwohl Eisen als vierthäufigstes Element in der Erdkruste vorkommt, können es Bakterien, Pilze und Pflanzen nur mit entsprechenden Hilfsmitteln, den sogenannten Siderophoren, für sich nutzen. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen der Arbeitsgruppe um Professor Haas nutzt der Pilz Aspergillus fumigatus Siderophore vor allem im pathogenen Lebenszyklus als Transport- und Speichermolekül für dreiwertige Eisenionen. |
![]() a.o. Univ.-Prof. Dr. Hubertus |
Dieser Pilz, den man sehr häufig in Kompost, Biotonnen, Blumenerde und Tapeten findet, kann bei abwehrgeschwächten Menschen allergische Reaktionen auslösen oder sogar Organe wie Lunge, Magen, Darm und das Nervensystem befallen. Mit einem selbst entwickelten und vor kurzem zum Patent eingereichtem Nachweissystem will Professor Haas nun Hemmstoffe identifizieren, welche Siderophore gezielt blockieren und Pilzen wie Aspergillus fumigatus damit die lebensnotwendige Eisenversorgung abschneiden. Über ein so entstehendes Therapeutikum könnte beispielsweise der Heilungserfolg von Transplantationspatienten verbessert werden.
Operation fressen Seele auf?
![]() Übergabe des Preises für |
Der zweite Preis ging an eine
Gemeinschaftsproduktion der
Universitätskliniken für Med. Psychologie,
Orthopädie und ür Anästhesie. Stellvertretend
für das Team nahm a.o. Univ.-Prof. Dr. Stephan
Doering von der Univ.-Klinik für Med.
Psychologie und Psychotherapie den Preis in
Empfang.
|
Um diesen auf das psychisch belastende Ereignis besser vorzubereiten, hat das Team um Professor Doering ein spezielles Video zur Operationsvorbereitung des Patienten entwickelt. Mit Hilfe des Videos hat dieser die Möglichkeit, die Operation in Gedanken bereits vorab zu erleben und sich mit den vielfältigen Eindrücken vertraut zu machen. Entsprechend vorbereitete Patienten zeigen laut einer Innsbrucker Studie deutlich weniger Angst (niedrigere Herzfrequenz vor und während der Operation), benötigen postoperativ weniger Schmerzmittel und zeigen bereits nach drei Monaten eine signifikant bessere Beweglichkeit im operierten Gelenk als Patienten, die den Film der Einreicher nicht gesehen haben.
CAST Life Sciences Business Award - Platz drei
|
A.o. Univ.-Prof. Dr. Markus Nagl vom Institut für Hygiene und Sozialmedizin ist der dritte Sieger beim CAST Life Sciences Business Award 2004. Er untersucht seit vielen Jahren die antibakterielle Wirkung von N-Chlortaurin, einer Substanz, die von den weißen Blutkörperchen zum Abtöten von Krankheitserregern und zum Schutz vor Entzündungen gebildet wird. Nachdem der Arbeitsgruppe vor wenigen Jahren die Synthese der körpereigenen Substanz im Labor gelungen war, waren die Voraussetzungen zur klinischen Erprobung geschaffen. In einem ersten Heilversuch wurden bakterielle Bindehautentzündungen mit N-Chlortaurin-Augentropfen innerhalb weniger Tage geheilt, und damit die antiinfektiöse Wirkung von N-Chlortaurin eindrucksvoll gezeigt. |
|
Erst kürzlich konnte die Arbeitsgruppe in einer Phase-II-klinischen-Studie an 40 Patienten, die an infizierten Beingeschwüren litten, die breite antimikrobielle Wirkung und die gute Verträglichkeit von N-Chlortaurin erneut bestätigen. Vor allem bei bakteriellen Infektionen im Auge, im Hals-Nasen-Ohrenbereich, sowie bei Harnwegs- und bei Hautinfektionen will man N-Chlortaurin in einem breiten Markt zur Anwendung bringen. Darüber hinaus prüft die Arbeitsgruppe künftig die Anwendbarkeit von N-Chlortaurin als antivirales oder antifungales Therapeutikum.
CAST Life Sciences Business Award - the next!
Den CAST Business Award wird es auch in 2005 geben. Teilnehmer beim ersten Award waren wie vorgesehen eine Reihe von WissenschaftlerInnen, die sich mit Möglichkeiten der Verwertung ihrer Forschungsergebnisse durchaus auseinandersetzt, bei denen aber die Gründung eines eigenen Unternehmens entweder noch verfrüht wäre oder aufgrund anderer Verwertungsmöglichkeiten nicht erstes Ziel ist. "Wir haben unseren Award als Gelegenheit für ForscherInnen konzipiert, eine erste unaufwändige, gedankliche Verknüpfung der eigenen Technologien mit Bedürfnissen möglicher Kunden und Bedingungen am Markt herzustellen. Als solche wird sich auch der Wettbewerb 2005 verstehen," informiert CAST-Geschäftsführer Christian Mathes. Der Startschuss zum Award 2005 wird wiederum im Frühjahr fallen.
Details und weitere Information zum CAST Life Sciences Business Award 2004 stehen hier für Sie zur Einsicht bereit.





